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Neukölln - ein Bezirk mit vielen
Kleingärten
Neukölln bietet mit seinen mehr als 9600 Parzellen
nicht nur
für
die Kleingärtner ein nahezu über den gesamten Bezirk
flächendeckendes Naherholungsgebiet.
Das vielgerühmte “grüne
Neukölln” ist ohne
seine “Laubenpieper” ebenso undenkbar wie ohne
seine
Parkanlagen und Kanalufer. Für eine Großstadt wie
Neukölln sind Kleingartenanlagen von großer
Bedeutung und
das nicht nur deshalb, weil sie uns mit einer Fläche von
insgesamt
fast 400 ha, 9,5% der Bezirksfläche einnehmen.
Sie sind nicht nur eine willkommene beschauliche und ruhige
Abwechslung, sondern tragen auch wesentlich zu einem guten Stadtklima
bei. Kleingärten schlucken Verkehrs- und
Industrielärm,
reinigen die Luft und beeinflussen die Luftfeuchtigkeit. Zudem wirken
sie positiv auf den Wasserkreislauf und auf das Grundwasser ein.
Ein Streifzug durch Neuköllns zahlreiche Laubenkolonien zeigt
eine
verwirrende Fülle gepflegter Gärten, die von
Obstbäumen
und Gemüse genauso bestimmt ist, wie von Blumenrabatten und
Zierpflanzen. Kurzum - der Gartenzwerg gehört hier genauso hin
wie
das Schnittlauchbeet, der abgezirkelte Rasen und das
alljährliche
Sommerfest. Insbesondere das letztere gehört zu den
herausragenden
Ereignissen, vereinen sich doch an solchen Tagen alt und jung,
Blumenfreunde und Gemüseliebhaber mit eher beschaulichen
Naturen.
Die Vorbereitungen für ein solches Ereignis nehmen im Vorfeld
viel Zeit in Anspruch, denn es müssen Festkomitees und
Festordnungen gegründet und diskutiert werden.
Die Berliner und Neuköllner Laubenkolonien können auf
eine
lange Geschichte zurückblicken. Im Jahre 1833
überließ
die Stadt Berlin erstmals einigen bedürftigen Familien ein
Stück Land zur Nutzung. Durch die Kultivierung dieser
Gärten
sollten sie ihre Ernährung selbst sichern, ohne weiterhin
Ansprüche an die Stadt zu stellen. 1897 wurde diese
Einrichtung
der so genannten Armengärten durch die Berliner
Stadtverwaltung
wieder aufgehoben. Die heute so zahlreich vorhandenen
Kleingärten
machen aber deutlich, dass mit der damaligen Aufhebung die Idee und der
Wunsch nach eigenen “Grün” nicht erloschen
ist. Die
älteste Laubenkolonie in Neukölln ist die Kolonie
“Loraberg”, die seit 1898 besteht. Aber auch in
jüngster Zeit entstanden Kleingartenanlagen.
Im November 1999 wurde die bisher “letzte” Kolonie
“Buckower Feldmark” an der Gerlinger
Straße Ecke
Drusenheimer Weg übergeben. Auf der ehemals 2,7 ha
großen
landwirtschaftlich genutzten Fläche wurden insgesamt 75
Parzellen
mit einer durchschnittlichen Größe von 250 qm
angelegt, die
sich an die benachbarte naturnahe Parkanlage sowie die
landwirtschaftlich genutzten Flächen der Buckower Feldmark
hervorragend anpassen.
Für die Verpachtung der Neuköllner
Kleingartenkolonien ist
der Bezirksverband Berlin - Süden der Kleingärtner
E.V.
Buckower Damm 82, 12349 Berlin zuständig, der im Jahre 2001
sein
100 jähriges Jubiläum beging.
Bewerbungen für die Nutzung einer Parzelle können
auch direkt bei den Kolonievorständen erfolgen.
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